Enterprise Software richtig testen
Testen ist in großen Enterprise-Umgebungen von zentraler Bedeutung, insbesondere im Kontext von SAP und anderen konfigurierbaren Systemen. Ein...
3 Min. Lesezeit
Richard Seidl
März 31, 2026
Eine Fachkonferenz mit 130 Teilnehmern, bei der die Abendveranstaltung oft mehr bringt als die Vorträge – kann das funktionieren? Die TACON zeigt seit acht Jahren, dass echter Austausch unter Software Testing-Experten nicht Masse, sondern das richtige Format braucht. Statt Verkaufsshows gibt es authentische Praxisberichte aus IT-Abteilungen – inklusive der Stolpersteine, die man in Keynotes sonst verschweigt. Warum sich Testautomatisierer aus Banken, Versicherungen und Behörden Jahr für Jahr in Leipzig treffen und was die nächsten Ausgaben bringen werden.
In dieser Episode spreche ich mit André Köhler über die TACON, die Fachkonferenz für Testautomatisierung, die mittlerweile ins neunte Jahr startet und in Leipzig stattfindet. André erklärt, warum 130 Teilnehmer die perfekte Größe sind, um echten Austausch zu ermöglichen und warum die Abendveranstaltung so wertvoll ist. Wir sprechen darüber, wie die TACON bewusst Praxisberichte statt Verkaufsshows bietet, welche ungewöhnlichen Highlights es in den letzten Jahren gab und wie KI die nächsten Ausgaben prägen wird. Jetzt schon vormerken: Die TACON findet dieses Jahr am 16. und 17. September 2026 statt.
„Hier stellt sich auch niemand auf die Bühne und sagt, bei uns ist alles super." - André Köhler
André Köhler ist Gründer und Geschäftsführer von summit. Das Team von summit richtet zahlreiche Fachkonferenzen, Kongresse und Community Days rund um IT-Managementthemen aus. Dazu gehört auch die TACON (Test Automation Conference), die einmal jährlich stattfindet, und interessierte Personen aus dieser Domäne zusammenbringt. André ist darüber hinaus Professor für IT-Management an der IU Internationale Hochschule, wo er zu IT-Servicemanagement und IT-Projektmanagement lehrt und forscht.
Wer sich für das Thema Testautomatisierung interessiert, kommt an der Tacon kaum vorbei. Die Konferenz in Leipzig ist ein fester Treffpunkt für Fachleute rund um Softwarequalität. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal dabei und habe mit André Köhler, einem der Organisatoren, gesprochen. In diesem Blogbeitrag zeige ich, was die Tacon besonders macht, wie sie entstanden ist und warum sie wichtiger ist als irgendeine anonyme Großveranstaltung.
André Köhler ist im Herzen Softwareingenieur und Professor. Er hat beobachtet, dass viele aus dem Bereich Testautomatisierung mit ähnlichen Aufgaben kämpfen. Doch in großen Firmen sitzt man als Testmanager oft allein auf weiter Flur. Man hat Verantwortung, aber es fehlt an Gelegenheit zum offenen Austausch.
Um das zu ändern, wurde die Tacon ins Leben gerufen. Sie sollte einen Ort schaffen, an dem Leute mit ähnlichen Herausforderungen zusammenkommen, voneinander lernen und sich gegenseitig Impulse geben können. Die Themen Testautomatisierung und Testmanagement standen am Anfang oft noch ganz am Anfang – das hat sich geändert, doch das Bedürfnis nach Austausch ist geblieben.
Fokussiertes Thema: Die Tacon setzt ganz klar auf Testautomatisierung. Natürlich wird auch mal über Testmanagement, Testdaten, agile Entwicklung oder Prozesse gesprochen. Der Kern bleibt jedoch automatisiertes Testen. Wer sich mit Tools, Frameworks oder konkreten Lösungen austauschen will, ist hier richtig.
Netzwerk bauen und Impulse holen: Viele Teilnehmer schätzen genau das: Es kommt eine fachlich starke Gruppe zusammen. Man kann hier richtig gute Kontakte knüpfen und weiß nach der Konferenz, wen man nach Tipps fragen kann. Das Netzwerk überlebt die zwei Konferenztage und hilft oft noch Monate später bei Projekten.
Atmosphäre und Gemeinschaft: Die Tacon ist überschaubar, etwa 130 Leute kommen. Damit bleibt es familiär. Man sieht viele bekannte Gesichter, aber auch Neulinge werden schnell aufgenommen. Hier fühlt man sich nicht verloren – im Gegenteil. Die Größe passt, damit Gespräche entstehen und die Stimmung gelassen bleibt.
Lieber echte Praxis als leere Schlagworte – danach werden die Vorträge ausgesucht. André und sein Team gehen auf Unternehmen zu und laden diejenigen ein, die konkrete Projekte geleitet haben. In den Sessions geht es nicht darum, nur Erfolge zu zeigen. Auch Fehler, Hürden und Sackgassen werden offen angesprochen. Genau aus diesen Geschichten kann man am meisten lernen, weil die meisten ähnliche Probleme kennen.
Ein weiteres Highlight: die Gaming Area. Hier trifft man Leute auch abseits reiner Fachgespräche und kann einfach abschalten oder ins Gespräch kommen. Dieses Jahr standen große Jängaturm, Tetris und Pac Man bereit. Networking muss nicht immer nach Visitenkarte aussehen.
Fast alle sagen, dass die inoffiziellen Teile der Konferenz oft die wichtigsten sind. Beim Abendessen oder an der Bar kommt man ins vertraute Gespräch. Dinge, die tagsüber vielleicht nicht gesagt werden, kommen hier zur Sprache. So entstehen Verbindungen und neue Ideen, die man sonst nicht bekommt.
Die Themen auf der Tacon ändern sich. Im Moment steht KI in der Testautomatisierung im Fokus – viele probieren aus, was möglich ist und was nicht. Die nächsten Jahre werden zeigen, was davon bleibt und was sich ins Nächste entwickelt. Die Konferenz wächst jedes Jahr ein bisschen. Das Team freut sich über Feedback und Anregungen. Wer Wünsche hat, soll sie einbringen – die Tacon lebt davon.
Neben der Hauptveranstaltung gibt es weitere Fachkonferenzen und kleinere Community-Days. Hier sind die Runden noch kleiner und die Gespräche noch offener. So bleibt der enge Kontakt erhalten und Probleme werden direkt besprochen 15:24.
Die nächsten Termine stehen schon: 16. und 17. September 2026 in Leipzig. Wer Teil der Community werden will, ist willkommen. Die Tacon ist keine abgeschlossene Welt, sondern offen für neue Gesichter, Ideen und Themen. Das Konzept steht – aber ohne die Menschen wäre alles nichts. Wer Spaß an Austausch, Praxis und echter Gemeinschaft hat, findet hier den richtigen Ort.
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