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Was man auch in post-agilen Zeiten zum Wandel wissen sollte

Verstehe das Kotter-Modell für Change Management in post-agilen Zeiten und navigiere Veränderungen erfolgreich mit strukturierten Ansätzen.

4 Min. Lesezeit
Cover für Was man auch in post-agilen Zeiten zum Wandel wissen sollte

Nach der x-ten Transformation kommt oft der Kater: Teams sind erschöpft, Führungskräfte ratlos, und niemand weiß mehr, welche Änderung eigentlich was bewirkt hat. Dabei gibt es bewährte Modelle für gelingenden Wandel – von Kotters Acht-Schritt-Modell bis zur Satir Change Curve – die zeigen, warum viele Initiativen schon vor dem Start scheitern. Entscheidend ist nicht das eine perfekte Framework, sondern die Fähigkeit, mehrere Modelle wie einen Baukasten zu kombinieren und zu erkennen, in wie vielen Veränderungen ein Team gerade gleichzeitig steckt.

Podcast Episode: Was man auch in post-agilen Zeiten zum Wandel wissen sollte

Wie kann man aus der Katerstimmung einer agilen Transformation herausfinden und welche bewährten Modelle aus der Vergangenheit helfen, Veränderungen besser zu verstehen und zu implementieren? Michael Mahlberg gibt Einblicke, wie Modelle wie das von John Kotter und das Satir Change Model genutzt werden können, um effektive und nachhaltige Veränderungen in Organisationen zu erzielen. Das Verständnis und die Anwendung dieser Modelle sind entscheidend, um Veränderungen erfolgreich umzusetzen. Eine schrittweise und bewusste Herangehensweise hilft, Überforderung zu vermeiden und langfristigen Erfolg zu sichern. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, kontinuierlich anpassungsfähig zu bleiben und sich den Herausforderungen des Wandels zu stellen.

„Die Dosis macht das Gift.” - Michael Mahlberg

Michael Mahlberg unterstützt Kunden in der Organisationsentwicklung mit Lean- und Agile-Methoden, insbesondere Kanban, seit den 1990ern. Er war Co-Gründer der Kölner “Limited WIP Society” und spricht regelmäßig auf Konferenzen. Sein Fokus liegt auf dem hilfreichen Einsatz dieser Methoden auf persönlicher und Teamebene, begleitet von seinem Mantra: Accept Reality.

Highlights der Episode

  • Wandel braucht zuerst einen Sog im Unternehmen, nicht nur einen der glaubt ändern zu müssen.
  • Zu viele gleichzeitige Veränderungen überlasten Teams – wie beim Tauchen wird Taskloading gefährlich.
  • Agilität ist zum schwammigen Umbrella-Term verkommen, dem die ursprüngliche Klarheit fehlt.
  • Vision heißt nicht neue Firmenvision, sondern konkret: Woran merkt die Fliege an der Wand den Wandel?
  • Kein einzelnes Modell rettet dich – kombiniere Kotter, Satir und Tribal Leadership wie Lego-Bausteine.

Durch die agile Transformation navigieren- und auch danach den Anschluss nicht verpassen

Michael Malberg spricht über die Herausforderungen und Chancen, die sich nach einer agilen Transformation ergeben. Er präsentiert Modelle wie das Kotter-Modell und das Satir-Change-Modell, die dabei helfen können, den Wandel in Unternehmen effektiver zu gestalten.

Agile Transformation und ihre Folgen

Heute spreche ich mit Michael Mahlberg über ein Thema, das viele Unternehmen nach einer agilen Transformation beschäftigt: die sogenannte Katerstimmung. Diese Phase kennzeichnet ein Gefühl der Erschöpfung und Desorientierung nach umfangreichen Veränderungsprozessen. Es ist, als ob man sich in einem ständigen Zustand der Verwandlung befindet, ohne wirklich Fortschritte zu sehen oder zu verstehen, welche historischen Modelle des Change Managements bereits wertvolle Lösungsansätze bieten könnten.

Post-Agilität: Ein neuer Blickwinkel auf den Wandel

Michael führte den Begriff ‘Post-Agilität’ ein, der darauf abzielt, die aktuelle Situation vieler Unternehmen nach ihrer agilen Transformation zu beschreiben. Die Idee dahinter ist, dass Agilität inzwischen so weit verbreitet ist, dass sie an Schärfe verloren hat und der Begriff schwammig wurde. Dieser Zustand erfordert neue Denkansätze und Methoden, um die nächste Stufe der organisatorischen Entwicklung effektiv angehen zu können.

Das Kotter-Modell: Schritte zum erfolgreichen Wandel

Eines der Modelle, die Michael hervorhebt, ist das Kotter-Modell für Veränderungsmanagement. Dieses Acht-Schritte-Modell bietet einen strukturierten Ansatz zur Bewältigung von Transformationsprozessen. Beginnend mit dem Aufbau eines Dringlichkeitsgefühls über die Bildung einer Führungskoalition bis hin zur Verankerung neuer Ansätze im Unternehmensalltag – das Kotter-Modell gibt Unternehmen einen Leitfaden an die Hand, um Change-Prozesse erfolgreich zu gestalten.

Das Satir-Change-Modell: Persönlicher Wandel im Fokus

Neben dem Kotter-Modell betont Michael auch die Bedeutung des Satir-Change-Modells, das den Fokus auf den individuellen Wandel legt. Ursprünglich aus der Familientherapie stammend, kann dieses Modell dabei helfen zu verstehen, wie Menschen auf Veränderung reagieren und welche Prozesse sie durchlaufen müssen, um sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Dieses Verständnis ist besonders wertvoll für Teams und Führungskräfte, die Mitarbeiter durch Transformationsphasen begleiten.

Praktische Umsetzung

Wie lässt sich dieses theoretische Wissen nun in die Praxis umsetzen? Michael schlägt vor, verschiedene Modelle wie einen Werkzeugkasten zu betrachten und je nach Situation das passende Modell anzuwenden. Dabei ist es wichtig, regelmäßig zu reflektieren, in welchen Wandlungsprozessen man sich befindet und wie man diese effektiv gestalten kann. Ein Bewusstsein dafür zu entwickeln und kontinuierlich zu schärfen, ist entscheidend für den Erfolg jeder Form von organisatorischem oder persönlichem Wandel.

Ein kontinuierlicher Lernprozess

Wandel in Unternehmen ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Die Modelle von Kotter und Satir bieten wertvolle Ansätze, um diesen Prozess erfolgreich zu gestalten. Doch letztendlich geht es darum, ein tieferes Verständnis für die Dynamik von Veränderungen zu entwickeln und flexibel auf neue Herausforderungen reagieren zu können. Die agile Transformation ist eine fortlaufende Entdeckung neuer Möglichkeiten.

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