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TACON - Eine Praxis-Konferenz rund um Testautomatisierung

130 Teilnehmer, ein klarer Fokus auf Testautomatisierung und echte Praxisberichte: Warum die TACON in Leipzig jedes Jahr mehr Zulauf bekommt.

6 Min. Lesezeit
Cover für TACON - Eine Praxis-Konferenz rund um Testautomatisierung

Die TACON ist eine jährliche Fachkonferenz für Testautomatisierung, die Praktiker aus mittleren und großen Unternehmen zum fachlichen Austausch zusammenbringt. Rund 130 Teilnehmer treffen sich zwei Tage lang in Leipzig. Praxisberichte aus Anwenderunternehmen bilden den inhaltlichen Kern, ergänzt durch Networking und ein Abendprogramm. Die nächste Ausgabe findet am 16. und 17. September 2026 statt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die TACON ist eine Fachkonferenz ausschließlich für Testautomatisierung, bewusst klein gehalten auf rund 130 Teilnehmer, damit persönlicher Austausch und echtes Networking möglich bleiben.
  • Alle Vorträge kommen direkt aus Anwenderunternehmen: Praxisberichte zeigen nicht nur Erfolge, sondern auch Stolpersteine, weil genau das den größten Lerneffekt für andere hat.
  • Das Abendprogramm gilt laut Teilnehmern als wichtigster Teil der Veranstaltung, weil dort vertraulichere Gespräche entstehen als in jedem Fachvortrag.
  • Neben der TACON gibt es einen Community Day für Qualitätssicherungsverantwortliche aus größeren Unternehmen, der alle sechs Monate in Leipzig stattfindet und konkrete Problemstellungen der Teilnehmer direkt bearbeitet.
  • Die nächste TACON findet am 16. und 17. September 2026 in Leipzig statt.

Eine Fachkonferenz, die sich auf Testautomatisierung verengt

Die TACON ist eine Fachkonferenz für Testautomatisierung, die jährlich in Leipzig stattfindet. Der Themenfokus ist eng gesetzt und das ist Absicht. Es geht im Kern um Testautomatisierung, nicht um die ganze Bandbreite der Qualitätssicherung.

Angrenzende Themen kommen vor, aber nur als Randspur: Testmanagement, Testdaten, agile Vorgehensweisen, Testprozesse. Der Mittelpunkt bleibt die Automatisierung.

Über zwei Tage entsteht so eine intensive Druckbetankung zu einem einzigen Schwerpunkt. Wer in seiner täglichen Arbeit Tests automatisiert, findet hier keine Streuung über fremde Disziplinen, sondern Tiefe in der eigenen.

Andre Köhler, der die Konferenz mitorganisiert, ordnet die Disziplin selbst als dauerhaft ein: “Ich glaube schon, dass Testautomatisierung eine Disziplin ist, die wir dauerhaft haben werden.”

Warum eine kleine Konferenz mehr Austausch ermöglicht

Mit rund 130 Teilnehmern bleibt die TACON bewusst überschaubar. Diese Größe trifft einen Punkt zwischen zu anonym und zu unübersichtlich.

An zwei Tagen schafft niemand, mit jedem zu sprechen. Gleichzeitig ist die Runde klein genug, dass sich kein anonymes Messegefühl einstellt. Teilnehmer beschreiben die Atmosphäre eher wie eine große Familie.

Für den fachlichen Austausch ist das ein Vorteil. Man kommt schnell ins Gespräch, weil der Rahmen eng und persönlich ist. Wer ein Netzwerk unter Fachleuten aufbauen will, hat hier in kurzer Zeit viele relevante Kontakte beisammen.

Der praktische Nutzen reicht über die zwei Tage hinaus. Nach der Konferenz hat man ein gefülltes Adressbuch und kann bei einer konkreten Frage im eigenen Projekt einfach durchrufen und sich einen Impuls holen.

Praxisberichte schlagen Hochglanz-Vorträge

Die Vorträge der TACON entstehen direkt aus den Unternehmen. Die Organisatoren gehen in die IT-Abteilungen und Testautomatisierungsteams und fragen die Leute, woran sie gerade arbeiten und ob sie das vorstellen wollen.

Dahinter steht eine klare Annahme: Am meisten lernt man von Berichten derjenigen, die es wirklich tun. Theorie auf hohem Abstraktionsniveau hilft im Alltag weniger als ein nachvollziehbarer Fall.

Entscheidend ist die Ehrlichkeit der Beiträge. Niemand stellt sich auf die Bühne und behauptet, bei ihm laufe alles perfekt. Die Vortragenden zeigen, was sie im vergangenen Jahr erreicht haben, aber auch, was nicht funktioniert hat und wo die Stolpersteine lagen.

Genau diese Stolpersteine sind die wertvolle Information. Wer noch nicht so weit ist, kann einen bekannten Fehler umschiffen und von den Erfahrungen anderer profitieren, statt ihn selbst zu wiederholen.

Wer auf der TACON die Zielgruppe ist

Die TACON richtet sich an Menschen, die im Unternehmen Verantwortung für Testautomatisierung tragen oder sie operativ umsetzen. Dazu gehören Mitglieder von Testautomatisierungsteams ebenso wie Testautomatisierer in agilen Teams.

Verbindend ist die Frage, wie sich Testautomatisierung im eigenen Haus besser machen lässt. Es geht um Praktiker, nicht um Beobachter.

Die Teilnehmer kommen typischerweise aus mittleren bis großen Organisationen. Stark vertreten sind Versicherungen, Banken, Automobilhersteller sowie Behörden und die öffentliche Hand.

Der wertvollste Teil findet abends statt

Das Abendprogramm gilt inoffiziell als der wichtigste Teil der Veranstaltung. Tagsüber nimmt man Fachinformationen aus den Vorträgen mit, doch das Eigentliche passiert daneben.

In den Pausen entstehen Gespräche unter vier Augen, in denen Dinge erzählt werden, die in einem Vortrag nicht geteilt würden. Hier geht es eine Stufe tiefer zur Sache.

Bei der Abendveranstaltung verschiebt sich das noch einmal. Beim Glas Wein wird das Gespräch vertraulicher, und mit den richtigen Gesprächspartnern nimmt man hier am meisten mit.

Die Gaming-Area ist ein neues Format und steht in freundlicher Konkurrenz zu den Vorträgen. Tetris, Pac-Man und ein Jenga-Turm aus großen Holzklötzen sorgen für Auflockerung, fordern die Organisatoren aber heraus, die Teilnehmer rechtzeitig wieder in die Fachvorträge zu lotsen.

Warum KI das aktuelle Schwerpunktthema ist

Künstliche Intelligenz bestimmt derzeit die Diskussion in der Testautomatisierung. Die Community steckt in einer Phase des Ausprobierens, in der erste Erfahrungen gesammelt werden und sich zeigt, was geht und was nicht.

Diese Phase wird sich verschieben. In einem Jahr dürften die Beiträge über konkrete Cases mit messbaren Resultaten gehen, statt über erste Gehversuche.

Hype-Themen wechseln in dieser Disziplin regelmäßig. Auf das aktuelle Thema folgt das nächste und übernächste, und genau dieser Themenwechsel hält das Konferenzformat lebendig.

Eine Veranstaltung lebt vom Input ihrer Community

Feedback und inhaltliche Impulse sind ausdrücklich erwünscht. Direkt nach den Vorträgen kleben die Teilnehmer Punkte, damit die Organisatoren sehen, wie ein Beitrag ankommt.

Darüber hinaus zählt der inhaltliche Wunsch. Wer sich für die nächste Ausgabe Beiträge oder einen Workshop zu einem bestimmten Thema wünscht, kann das einbringen, und die Organisatoren versuchen, solche Themen aktiv in die Agenda zu nehmen.

Zwischen den Präsenzterminen gibt es Online-Meetups. Ein ausgefallener Vortrag wird etwa als Online-Format nachgeholt, sodass der Austausch nicht an die zwei Konferenztage gebunden bleibt.

Wie sich die TACON in einen größeren Konferenz-Rahmen einordnet

Die TACON ist Teil einer Reihe von Fachkonferenzen entlang des Software-Lebenszyklus. Daneben gibt es Formate für Anforderungsmanagement, Security, Governance, Softwarearchitektur und Enterprise Architecture Management.

Für das Testen existiert zusätzlich ein kleineres Format als Community Day. Hier treffen sich etwa 30 Verantwortliche aus der Qualitätssicherung größerer Unternehmen, ebenfalls für zwei Tage in Leipzig, im Rhythmus von rund sechs Monaten.

Dieses Format ist bewusst geschlossen. Es wird nichts aufgezeichnet, die Tür bleibt zu, und es lässt sich offen reden. Wer eine konkrete Problemstellung aus der eigenen Abteilung mitbringt, kann sie mit den anderen gemeinsam bearbeiten.

Der Unterschied zur TACON liegt im Schwerpunkt. Während die TACON über Vorträge Impulse setzt, dient der Community Day als Intensiv-Session für Qualitätsmanagement, in der die Diskussion vor dem Vortragsprogramm steht.

Die nächste TACON findet am 16. und 17. September 2026 in Leipzig statt.

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