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Qualität aus Architektursicht

Qualität in der Softwarearchitektur umfasst funktionale und nicht-funktionale Anforderungen, inklusive Software-Qualitätsmerkmale nach ISO 25010.

4 Min. Lesezeit
Cover für Qualität aus Architektursicht

Die Unterscheidung zwischen funktionalen und Qualitätsanforderungen gilt in der Software-Entwicklung als gesetzt – doch was, wenn genau diese Taxonomie das Problem ist? Während die einen darauf beharren, dass Performance, Security und Usability die Architektur treiben, zeigt die Praxis: Auch funktionale Änderungen können ganze Systeme erschüttern, wenn die Architektur nicht darauf vorbereitet ist. Die eigentliche Frage lautet nicht, welche Anforderungen wichtiger sind, sondern wie Software so gestaltet werden kann, dass sie auf Änderungen jeder Art reagieren kann – ohne dass jede neue Anforderung zum teuren Umbau wird.

Podcast Episode: Qualität aus Architektursicht

Sind Qualitätsanforderungen das gleiche wie nicht-funktionale Anforderungen? Und was sind funktionale Anforderungen? Was davon ist im Qualitätsmodell der ISO 25010 enthalten? Und wie stellt man fest, ob die Anforderungen erfüllt sind? In dieser Folge diskutieren Mike und Alex das Konzept der Qualität aus der Perspektive der Softwarearchitektur.

„Viele Systeme werden nicht geändert, weil sie schwer zu ändern sind.” - Alexander Lorz, Michael Sperber

Dr.-Ing. Alexander Lorz, ein freiberuflicher Softwarearchitektur-Trainer und IT-Berater, trägt zur Entwicklung des iSAQB Foundation Lehrplans bei und erstellt Trainingsmaterialien. Mit Erfahrung in Forschung und Industrie, spezialisiert er sich seit 2016 auf praxisorientierte Softwarearchitektur-Trainings für diverse Branchen. Sein Ziel ist es, Teams zu befähigen, hochwertige Software zu liefern.

Dr. Michael Sperber ist Geschäftsführer der Active Group GmbH.  Er ist international anerkannter Experte für funktionale Programmierung und hat zahlreiche Fachartikel und Bücher zum Thema verfasst. Michael Sperber ist Mitbegründer des Blogs 

Highlights der Episode

  • Funktionale Anforderungen sind architektonisch genauso relevant wie Qualitätsanforderungen – die Trennung ist künstlich.
  • Wartbarkeit als Architekturfokus schlägt das Treffen “wichtiger” unveränderbarer Entscheidungen am Anfang.
  • Qualitätsanforderungen ohne Business Case produzieren unrealistische Zahlen, die niemand erfüllen kann.
  • ISO 25010 ist für Tester die Bibel, für Architekten ein unklares Taxonomie-Problem.
  • Funktionale Programmierung erzeugt eine Größenordnung weniger Kopplung als objektorientierte Architektur.

Qualität in der Architektur: Messung, Herausforderungen & Anpassungsfähigkeit

In dieser Episode diskutieren meine Gäste Alexander Lorz und Michael Sperber die komplexen Aspekte von Qualität in der Architektur, die Herausforderungen bei der Definition und Messung von Qualitätsanforderungen sowie die Bedeutung der Anpassungsfähigkeit in Softwarearchitekturen.

Eine spannende Debatte

In dieser Episode sind Alexander Lorz und Michael Sperber, erfahrene ISAQB-Trainer für Softwarearchitektur, meine Gäste. Gemeinsam tauchen wir in das Thema ein: Was genau bedeutet Qualität aus der Perspektive der Architektur? Der Austausch verspricht, Licht auf die oft schwer fassbaren Konzepte von funktionellen und Qualitätsanforderungen zu werfen.

Auf der Suche nach einer Definition von Qualität

Qualität in der Architektur zu bestimmen, erweist sich als eine komplexe Herausforderung. Unsere Gäste teilen ihre Einsichten darüber, wie schwierig es ist, Qualität handfest zu definieren und messbar zu machen. Sie beleuchten den Unterschied zwischen funktionalen Anforderungen und Qualitätsanforderungen und erklären, warum letztere oft unterschätzt werden. Diese Betrachtungsweise führt dazu, dass Architekten bei der Planung und Bewertung von Projekten vor besondere Herausforderungen gestellt werden.

Die Rolle von Qualitätsanforderungen im Lehrplan

Ein zentraler Punkt unserer Diskussion ist die Überarbeitung des ISAQB-Curriculums, insbesondere des Abschnitts zu Qualität. Dieses Vorhaben offenbart die Schwierigkeiten beim Umgang mit dem Thema Qualität innerhalb der Ausbildung von Softwarearchitekten. Es wird deutlich, dass eine klare Abgrenzung und Behandlung von Qualitätsanforderungen essentiell ist, um zukünftige Architekten besser auf ihre Aufgaben vorzubereiten.

Die Herausforderung der Messbarkeit von Qualität

Wie misst man Qualität? Diese Frage beschäftigt unsere Gäste intensiv. Die Diskussion zeigt auf, dass insbesondere die Messbarkeit von nicht-funktionalen Anforderungen wie Usability oder Security eine große Herausforderung darstellt. Alexander und Michael teilen ihre Erfahrungen über den Umgang mit solchen Anforderungen in Projekten und wie wichtig ein bewusster Umgang mit ihnen für die Gesamtqualität eines Systems ist.

Anpassungsfähigkeit als Schlüsselqualität

Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Debatte betrifft die Anpassungsfähigkeit von Softwarearchitekturen. Die Fähigkeit, auf Änderungen reagieren zu können – sei es durch sich wandelnde funktionale Anforderungen oder durch neue Rahmenbedingungen – wird als entscheidende Komponente für langfristig erfolgreiche Projekte hervorgehoben. Michael bringt seine Erfahrung ein, dass flexible Architekturen oft besser gerüstet sind, um Qualitätsstandards über die Zeit hinweg zu bewahren.

Die Community-Arbeit am Lehrplan

Den Abschluss unserer Diskussion bildet ein Blick auf den offenen Entwicklungsprozess des ISAQB-Lehrplans auf GitHub. Alexander ermutigt die Community zur aktiven Beteiligung an der Weiterentwicklung des Curriculums. Dieser Aufruf unterstreicht das gemeinschaftliche Bestreben, die Lehre rund um Softwarearchitektur kontinuierlich zu verbessern und anzupassen.

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