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Wenn die Kunden Kollegen sind

Das Feedback der Fahrer ist essenziell für MOIA. Hier erfährst Du, wie MOIA kontinuierliche Verbesserungen erreicht und neue Herausforderungen angeht.

4 Min. Lesezeit
Cover für Wenn die Kunden Kollegen sind

Wenn die App-Nutzer während der Fahrt im Stadtverkehr arbeiten, wird Software Testing zur Gratwanderung zwischen Information und Ablenkung. Ein Ridesharing-Service zeigt, wie strukturiertes Nutzer-Feedback durch Surveys, Test Drives und Interviews funktioniert – und warum Tester manchmal selbst ins Auto steigen müssen, um zu verstehen, was am Schreibtisch nicht sichtbar wird. Die größte Herausforderung: Verschiedene Nutzergruppen wollen Gegensätzliches, und am Ende entscheidet nicht nur Usability, sondern auch die Konzession der Stadt.

Podcast Episode: Wenn die Kunden Kollegen sind

Ada kümmert sich um Software-Qualität beim Ride-Sharing Unternehmen MOIA. Das Besondere daran ist, dass die Kunden - in dem Fall die Fahrer - gleichzeitig Kollegen sind. Dadurch verändert sich die Feedback Struktur, es entstehen neue Anforderungen und Herausforderungen. Ada erzählt von den Besonderheiten, die Qualität hoch zu halten und weiterzuentwickeln.

“Es ist total easy, Navigationssysteme am Schreibtisch zu testen (…), es ist was völlig anderes, selbst am Steuer zu sitzen” - Ada Pohl

Ada ist Senior Quality Specialist und entwickelt seit 2014 Qualitätsstrategien. Von der XING-Startseite bis zum MOIA-Navigationssystem - sie liebt technische Herausforderungen, die logisches Denken und Qualitätsbewusstsein erfordern. Wenn sie ihr Quality Mindset nicht für Technik einsetzt, versuche sie, die hochwertigsten Stofftiere zu häkeln.

Highlights der Episode

  • Fahrer sind die Kunden der Fahrer-App: Feedback kommt von eigenen Mitarbeitern, nicht externen Nutzern.
  • Alle zwei Wochen Test Drives im echten Fahrzeug – sonst testet man am Schreibtisch vorbei.
  • Monatliche Surveys plus Interview-Stages mit Mockups schaffen verwertbares Feedback statt nur Meinungen.
  • Langsame Rollouts (20%-50%-100%) funktionieren besser als Beta-Tests bei wechselnden Fahrer-Fahrzeug-Kombinationen.
  • Test Rides als stille Beobachter im Produktivbetrieb zeigen Pain Points, die Interviews nie offenlegen.

Einblicke in den Entwicklungsprozess bei MOIA

In der Episode ‘Wenn die Kunden Kollegen sind’ teilen wir Einblicke darüber, wie MOIA, ein Ridesharing-Service, intensiv mit den eigenen Fahrern – den Nutzern der internen Apps – zusammenarbeitet, um Feedback einzuholen und die Nutzererfahrung kontinuierlich zu verbessern. Ada Pohl, Senior Quality Specialist bei Moia, erklärt, wie das Unternehmen durch Surveys und Testfahrten wertvolles Feedback sammelt und dieses nutzt, um sowohl die Fahrer- als auch die Kunden-App stetig zu optimieren.

Der unkonventionelle Werdegang von Ada Pohl

Heute spreche ich mit Ada Pohl zu sprechen. Sie ist nicht nur eine erfahrene Senior Quality Specialist bei MOIA – einem innovativen Full-Stack-Ridesharing-Service – sondern trägt auch einen Namen mit besonderer Bedeutung. Ihre Eltern, beide Diplom-Informatiker, benannten sie nach Ada Lovelace, einer Pionierin in der Welt der Informatik. Ada erzählte uns humorvoll über ihren unkonventionellen Werdegang und wie sie in die Fußstapfen ihrer Namensgeberin trat. Ihre Geschichte ist ein faszinierender Beweis dafür, dass Namen manchmal tatsächlich eine Berufung sein können.

MOIA: Mehr als nur ein Ridesharing-Dienst

Als Full-Stack-Ridesharing-Service bietet MOIA nicht nur Fahrdienste an, sondern entwickelt und betreibt auch alle dazu notwendigen Komponenten selbst – von der App über die Fahrzeuge bis hin zum Fahrpersonal. Das Unternehmen hat gemeinsam mit VW speziell angepasste Elektrofahrzeuge entwickelt und setzt auf ein innovatives Buchungssystem. Dieses ermöglicht es den Kunden, Trips effizient zu planen und dabei möglichst viele Personen gemeinsam auf ähnlichen Routen zu befördern. Der Fokus liegt dabei stets auf einer optimalen User Experience für Fahrgäste und Fahrer gleichermaßen.

Das Herzstück von MOIA: Die Apps

Die digitalen Werkzeuge von MOIA spielen eine zentrale Rolle im Betrieb des Services. Mit mehreren Applikationen – darunter eine speziell für die Fahrer entwickelte Navigationssystem-App – stellt MOIA sicher, dass sowohl Kundenerlebnis als auch Betriebsabläufe nahtlos funktionieren. Dank des engen Austausches mit den eigenen Fahrern kann MOIA kontinuierlich Verbesserungen vornehmen und sicherstellen, dass die Apps nicht nur funktional sind, sondern auch aktiv zur Arbeitserleichterung beitragen.

Feedback als Grundpfeiler der Entwicklung

Ein Schlüsselelement in MOIAs Entwicklungsprozess ist das Feedback der eigenen Mitarbeiter – insbesondere der Fahrer. Durch regelmäßige Umfragen und direktes Feedback werden wertvolle Einblicke gewonnen, die es dem Unternehmen ermöglichen, beide Seiten des Services – die Kundenseite sowie die interne Bedienbarkeit – zu optimieren. Ada erläuterte ausführlich, wie dieses Feedback gesammelt wird und warum es für MOIA essentiell ist, dieses in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen.

Die Kunst der Balance: Herausforderungen im Feedback-Prozess

Trotz des klaren Nutzens bringt das Sammeln und Integrieren von Feedback auch Herausforderungen mit sich. Ada teilte ihre Erfahrungen bezüglich der Balance zwischen den Anforderungen von Stakeholdern und den realen Bedürfnissen der Fahrer. Sie erklärte weiterhin, wie wichtig es ist, einen Mittelweg zwischen diesen manchmal gegenläufigen Interessen zu finden und dabei stets das Endziel – eine herausragende User Experience für alle Beteiligten – im Auge zu behalten.

Autonomes Fahren bei MOIA

Abschließend gab Ada einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen bei MOIA. Der Fokus liegt nun verstärkt auf dem Bereich des autonomen Fahrens. Das Unternehmen plant Testläufe für selbstfahrende Fahrzeuge und arbeitet daran, die Schnittstelle zwischen Passagieren und autonomen Systemen weiter zu optimieren.

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