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Open Source: Mit Bedacht

Open Source ist mehr als kostenlose Software: Lizenzen, Wartung, Qualität und die Frage, was man der Community zurückgeben kann.

2 Min. Lesezeit

“Open Source ist wunderbar - wenn man weiß, was man tut.” - Richard Seidl

Heute bin ich mal Spielverderber. Oder Blockwart. Könnt ihr Euch aussuchen. Und zwar möchte ich ein paar Gedanken mit Euch zum Thema Open Source teilen. Für viele ist das einfach “kostenlose Software”. Aber so einfach ist das leider nicht.

Lizenzen

Auch wenn Open-Source-Software frei zugänglich ist, heißt das noch lange nicht, dass man damit alles machen darf. Und der Urwald an möglichen Lizenzen ist gewaltig. BSD, GNU, GPL, MIT usw. erlauben oder verbieten kommerzielle Nutzung, Veränderbarkeit, Nennung und alles, was man da so definieren kann. Als Einstieg kann man einfach mal hier starten: Wikipedia-Kategorie FLOSS-Lizenz

Und wirklich: Achtet darauf. Lizenzen zu ignorieren kann sehr, sehr teuer werden.

Wartung und Support

Open-Source-Projekte sind Community-Projekte. Support muss man sich da schon selbst erarbeiten. Über Foren und Repositories und eben die Community selbst. Das kann man natürlich im Vorfeld prüfen. Aber das kann auch ganz schnell vorbei sein, wenn das Projekt und die Beitragenden inaktiv werden oder andere Projekte mehr fokussieren. Natürlich kann das auch bei kommerzieller Software passieren, z. B. dass der Laden aufgekauft wird, aber da hat man zumindest noch Verträge, die einen Rahmen geben.

Qualität

“Die werden das ja wohl getestet haben”… ja, vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Meiner Erfahrung nach sind Open-Source-Projekte, was entwicklungsnahe Tests betrifft, meist recht gut ausgestattet. Aber ich sehe auch immer wieder Projekte, die wenige fachliche, übergreifende Tests haben, und auch bei Schnittstellentests gibts manchmal Lücken. Also, wenn ihr Open Source nutzt: Testen nicht vergessen 🙂

Geben und Nehmen

Es ist ja verlockend: Auf GitHub und Co finden sich zu unzähligen Themen Open-Source-Projekte, wie beim All-You-Can-Eat-Buffet. Aber das ist nicht als Einbahnstraße gedacht. Open Source lebt von der Beteiligung und der Community. Bitte daher immer auch überlegen: Was kann man selbst denn zurückgeben? Gibt es vielleicht eigene Projekte, die man zur Verfügung stellen kann? Und wenn man kein Programmierer ist? Nun, helft den Teams mit Feedback, Feature-Ideen und vor allem: Bugreports. Denn wir sind ja Tester, oder? Und hier können wir der Open-Source-Community einen guten Dienst erweisen: mit aussagekräftigen, nachvollziehbaren Fehlermeldungen. Die Community wirds euch danken.

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